Über mich
Der Grundstein für meinen Weg ins Medizinwesen wurde in meiner Jugendzeit gelegt.
Ich war ungefähr 14 Jahre alt als ich in Kontakt mit den asiatischen Kampfkünsten kam.
Während ich mein Training im Taekwondo begann las ich nebenbei jedes Buch über die Geschichte der Kampfkünste, das mir in die Hände fiel. Sehr häufig wurde in diesen berichtet, dass die Kämpfer damals größtenteils ebenfalls mit der medizinischen Versorgung des Körpers vertraut waren, ja dass diese beiden eigentlich nur zwei Seiten der selben Medaille waren und dass das Wissen um den Kampf die Medizin beeinflusste und die Medizin die Kampfkunst verfeinerte.
Auf diesem Weg kam lernte ich die Chinesische Medizin kennen, war begeistert von ihrer Sichtweise und ihren scheinbaren Möglichkeiten und fasste den Entschluss, diese praktizieren zu wollen.
Physiotherapie – aus einem Umweg wurde ein Grundpfeiler
Zur Ausübung der Chinesischen Medizin ist eine Heilpraktiker-Erlaubnis vonnöten, welche erst ab dem 25. Lebensjahr zu erwerben ist. Schon vor meinem Start in der Kampfkunst war mein Interesse für die Funktionsweise der Muskulatur und ihr Zusammenspiel groß. Diese beiden Umstände führten dazu, dass ich zunächst einen Umweg über die Physiotherapie machte und nach der Schule im Jahr 2007 mit der Ausbildung begann, um die zeitliche Lücke zu überbrücken.
Osteopathie – aus Fortbildung wurde Ausbildung
Meine Fortbildung in Manueller Therapie, die ich 2013 nach meinen ersten zwei Jahren als Physiotherapeut antrat, erwies sich dann als Einstieg in die Osteopathie, deren Ausbildung mich die nächsten Jahre beschäftigte. Die Kurse verliefen in Modulen und während ich Anfangs nur an die Bereicherung meiner physiotherapeutischen Arbeit durch die einzelnen Themen dachte, beschloss ich nach einiger Zeit die gesamte Ausbildung zu durchlaufen, beeindruckt von den Abläufen im Körper und der Möglichkeit mit bloßen Händen Einfluss darauf nehmen zu können.
Chinesische Medizin – Der Kreis schließt sich
Nach all den Jahren des Lernens wollte ich mir in dieser Hinsicht nach der Abschlussprüfung der Osteopathie 2019 eigentlich eine Pause gönnen und eine „fortbildungsfreies Jahr“ einschieben, doch aus Neugier informierte ich mich über eine Hamburger Schule für Traditionelle Chinesische Medizin, von der ich schon während meiner Ausbildung zum Physiotherapeuten hörte. Die Begeisterung für diese therapeutische Denkrichtung und die dahinterstehende ostasiatische Philosophie, die mich all die Jahre in der Physiotherapie und Osteopathie begleitet hat, führte schließlich dazu, mich doch direkt für den nächsten Durchlauf von 2020-2022 dort einzuschreiben. Alles, was ich vorher zu dem Thema gelesen und gesehen hatte, waren allenfalls die Reiseführer, denn durch den ostasiatisch-kulturellen Einfluss auf die Texte sind erfahrene Therapeuten und Lehrer wichtig, um die Informationen richtig einordnen und in die Praxis umsetzen zu können. Und somit begann endlich, 20 Jahre nach meinem Entschluss, die Reise in diese faszinierende Welt.
Alles, was ich in all diesen Jahren in Kursen gelernt, in Büchern gelesen, in Vorträgen gehört und in meinen Behandlungen erlebt habe, unterstützt die Begeisterung für den menschlichen Körper, seine Fähigkeiten mit den Einflüssen des Lebens umzugehen und die Möglichkeiten ihm dabei unter die Arme zu greifen, sollte er es einmal alleine nicht schaffen.
OCM – „endlich am Ziel“ und doch nur ein paar Schritte auf einem lebenslangen Weg
Alle drei Therapien – die Physiotherapie, die Osteopathie und die Chinesische Medizin – haben neben ihren Gemeinsamkeiten ihren ganz eigenen Blickwinkel und jede von ihnen lässt sich in einer Breite und Tiefe ergründen, die der Inbegriff für lebenslanges Lernen sind.
Derzeit befinde ich mich in einer vertiefenden Kursreihe zur Chinesischen Medizin, die in Offenbach (Main) von Andrew Nugent-Head abgehalten wird, welcher selbst für 28 Jahre in China lebte und von verschiedenen erfahrenen Ärzten ausgebildet wurde.
Es bleibt immer spannend, die Reise endet nie!
Ausbildungen
2007 – 2010 Physiotherapie an der Johann Hermann Lubinus Schule für Physiotherapie in Kiel
2013 – 2019 Osteopathie nach dem Biokybernetischen Konzept der INOMT (1350 Std.)
2020 – 2022 Ausbildung in Traditioneller Chinesischer Medizin und Akupunktur im CCM Nord in Hamburg (1014 Std.)
Fortbildungen
2009 Basiskurs Elastische Tapen
2010 Manuelle Lymphdrainage
2015 Orthopädische Medizin nach Cyriax
2016 – 2017 Manuelle Reflexzonen-Therapie nach dem Biokybernetischen Konzept (INOMT)
2019 Faszientherapie der INOMT
2020 – 2021 Schmerztherapie (INOMT)
2023 Chinese Bodywork for Clinical Practice (Hamburg, Andrew Nugent-Head)
2023 – 2024 Greifbar erfahrbare Akupunktur bei Orthopädischen Verletzungen (Offenbach, Andrew Nugent-Head)
2024 Greifbar erfahrbare Akupunktur bei Inneren Erkrankungen (Offenbach, Andrew Nugent-Head)